Architekt: |
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Zamp Kelp Neo Studio Architekten |
Ausführungsplanung: |
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Poganiuch & Dang, Mainz |
Unter einer Vielzahl von Museen, die Rentex in den vergangenen Jahren mit Lichtdecken ausgestattet hat, ist die Kunsthalle Mainz das jüngste Projekt. Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung des alten Zollhafens zu einer urbanen Zone mit hoher Attraktivität, ist der Umbau der ehemaligen „Central-Maschinenanlage“ durch die Stadtwerke Mainz das erste vollendete Vorzeigeprojekt.
Die Berliner Architekten Zamp Kelp Neo Studio Architekten zeichnen verantwortlich für den gestalterischen Entwurf. Die Ausführungsplanung übernahmen die Architekten Poganiuch & Dang aus Mainz.
Zwischen dem historistischen Lokschuppen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, der heute die Cafeteria beherbergt, und dem langgestreckten ehemaligen Kesselhaus mit insgesamt drei Ausstellungsräumen wurde der 21 m hohe „schräge Turm von Mainz“ als neues Bindeglied und Entrée errichtet.
Um ausreichend Hängeflächen für die Bespielung mit Kunstwerken zu erhalten, wurden die Fenster zugemauert. Dadurch wurde es notwendig, in der „Black Box“ mit künstlicher Beleuchtung flexible Ausstellungsszenarien zu schaffen.
Das PlanungsBüro für Elektrotechnik PB Schwarz, Langenlonsheim entwickelte mit Rentex ein großflächiges Lichtdeckensystem, das neben der Beleuchtungsaufgabe auch noch die Zuluftanlage integrieren sollte.
Über Weitspannträger ist die gesamte flache Kofferkonstruktion mit eingespannter Luxell-Diffusorfolie an der bestehenden und an den Rändern noch heute sichtbaren Dachkonstruktion aus Stahl abgehängt. Die langen Deckenfelder sind 3 bzw. 4-fach quer geteilt, um an den Schnittstellen 3-Phasenstromschienen für variabel einsetzbare Strahler und die Zuluftkanäle unauffällig und flächenbündig aufzunehmen.
Die Lichtdecken selbst sind mit energieeffizienten T5-Leuchtstoffröhren ausgestattet, die an digital dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräten stufenlos flackerfrei betrieben werden. Da die gesamten Felder mit warmweißen und tageslichtweißen Leuchtmitteln bestückt sind, erlaubt die Lichtsteuerung ein weites Spektrum von Helligkeitsverläufen und Lichtfarben, die der natürlichen Tageslichtdynamik sehr ähnlich ist.
Über den an den Längsseiten 1,5 m frei auskragenden Lichtdeckenfeldern befindet sich ein Beleuchtungssystem, das als indirekt über die Decke abstrahlende Voutenbeleuchtung den Kuratoren weitere Gestaltungsmöglichkeiten in den Sälen bietet. Zusätzlich zu den warm- und tageslichtweißen Leuchtmitteln sind hier gelbe Leuchtstoffröhren installiert, die dem Raum eine ganz eigenwillige Atmosphäre verleihen können.
Seit der Einweihung am 1. März 2008 kann die Kunsthalle nun in würdigem Rahmen Positionen der Gegenwartskunst zeigen.
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